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Bekannt ist Hendrik "Henni" Nachtsheim vor allem als "die eine Hälfte von Badesalz" oder auch als "der Blonde von Badesalz mit Haaren".

Als er im Frühling des Jahres 2006, an jenem denkwürdigen 3. März, als halb Deutschland im Schneechaos versank, sein erstes Solo-Musikalbum "Es wird Zeiten geben" auf den Markt brachte, wurde das von manchem als der Ausflug einen Comedians in die Musik gesehen. Tatsache ist aber, dass mit diesem Werk ein Allround-Talent zu seinen Wurzeln zurückgekehrt ist.





Hendrik Nachtsheim ist Komiker, Sänger und Autor. Vater, Hundebesitzer und
Saxophonist. Vor allem aber Fußballfan. Ein Interview unter Freunden von Tina Meyer.

TM: Auf Wikipedia steht der grandiose Satz: „Badesalz ist ein hessisches Humorduo“. Was gibt es Neues an der Komikerfront?
HN: Wow... „ Komikerfront“, klingt irgendwie nach Comedykrieg! Aber wie auch immer... Im Moment ist es so, dass wir noch ein paar Mal unser Programm spielen, es auf- zeichnen, und dann diese Tour beenden. Danach machen wir die obligatorische Pause, in der Gerd sein neues Soloprogramm schreibt und damit auch auf Tour geht während ich an einem Buch arbeite das im Frühjahr 2013 erscheinen wird. Im Mai 2013 wird es dazu auch eine Tour geben, bei der ich zusammen mit Rick Kavanian und dem Keyboarder meiner Band, Martin Johnson, eine Art Lesung veranstalten werde. Sobald das alles steht, gehen Gerd und ich an das nächste Programm!
TM: Dazu hast Du Deine Band mit Ali Neander, die ruht aber gerade, oder?
HN: Die ruht tatsächlich, aber das soll kein Dauerzustand bleiben!
TM: Du bist aktuell auf Lesereise für Dein zweites Buch der Eintracht Kolumnen „Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man dran zieht“. Kommen eigentlich dieselben Leute oder hast Du unterschiedliche Fans bei den unterschiedlichen Projekten?
HN: Meinst Du „Band“ und „Buch“?
TM: Ja genau!
HN: Ja, eine kleine Schnittmenge gibt es schon, aber da ich viel in Kleinkunstläden spiele wie z.B. im Neuen Theater Höchst oder der Käs, kommt dort vor allem ein eher, ich sage mal: „sprachorientiertes Publikum“.
TM: Was ist für Dich das wichtigste Projekt? Badesalz, die Band oder das Soloprojekt als Autor?
HN: Badesalz ist das Zentrum, mit den meisten Zuschauern und auch den meisten Terminen!Was aber nicht heißt, dass Gerd und mir unsere anderen Projekte nicht genau so
viel Spaß machen! Wir genießen diese Mischung und die damit verbundene Abwechslung!
TM:  Und wer sind Deine Helden? Von wem würdest Du sagen, bist Du selbst ein echter Fan?
HN: Generell habe ich wohl so ein Gefühl immer dann jemandem gegenüber, wenn ich nicht nur mag, was er macht, sondern sehe, dass er dabei authentisch bleibt und seine eigene Note hat.
TM: Das ist mir zu allgemein!
HN: Okay... Meine absolute Schauspielheldin ist Laura Linney, mein Fußballheld war und bleibt Jürgen Grabowski, und mein Musikheld ist genannter Ali Neander, weil er so viel von Musik versteht, wie sonst niemand in meinem Umfeld! Reicht Dir das als Heldenauswahl?
TM: Ja, ist okay. „Erbarme, zu spät, die Hesse komme“, ein Song von Dir damals bei den Rodgau Monotones, wird bis heute in den Fußballstadien gespielt und Du hast Eintracht Frankfurt mit „Herz schwarzrot gestreift“ ein Liebeslied geschrieben. Welche Fußball-Hymne ist Dein Favorit?
HN: Ich steh ziemlich auf „You`ll never walk alone...!“, weil das kompositorisch alles andere als schlicht und eigentlich auch gar nicht so einfach zu singen ist. Wenn das ein
komplettes Stadion anstimmt, berührt mich das, ob ich will oder nicht.
TM: In Deinen Kolumnen kommt die Mannschaft nicht  immer ganz so gut weg. Wie geht es nächste Saison weiter mit der Eintracht?
HN: Meine Kolumnen sind ja keine Berichterstattungen oder Spielanalysen. Wenn ich also was bemäkele, dann eher Verhaltensweisen oder Dummheiten. Zur neuen Saison: Der Plan ist, mit möglichst vielen jüngeren Spielern erst mal nicht gleich wieder abzusteigen um sich dann möglichst nach oben zu orientieren! Und das traue ich Bruno Hübner und Armin Veh absolut zu!
TM: Wie ist Dein Verhältnis zum OFC?
HN: Entspannt! Ich bin kein Kickers-Hasser, das ist mir zu plump! Ich wünsche mir, dass er wieder nach oben kommt, und dass es irgendwann wieder Derbys gibt.
TM: Stichwort Fußball-Berichterstattung im deutschen Fernsehen: Wer oder was nervt Dich und wen oder was
findest Du gut?
HN: Ich finde, dass es mehr gute als schlechte Übertragungen gibt, das gilt auch für die Kommentatoren. Was Fußball angeht, ist allerdings Sky für mich das Maß aller Dinge! Zwischender Sportschau und „Alle Spiele, alle Tore“ liegen Welten. Von der Bildregie, vom Studio, von den Details usw.
TM: Was sagst Du über Fans, die in Stadien Bengalos abfackeln?
HN: Dass es keine Fans sind, weil sie ihrem Verein damit schaden, statt ihn zu unterstützen. Sie nerven mich!
TM: Hast Du eigentlich selbst Zeit, Sport zu treiben?
HN:  Nein, außer Spaziergängen mit meinem Hund nicht.
TM: Was war Dein größter Fußballmoment?
HN: Bei der Eintracht der Gewinn des Uefa-Cups. Und ich selbst habe mal bei einem Spiel mit der SKG Sprendlingen eine Flanke geschlagen, und der Ball schien so kurz außerhalb des 16 Meterraums zu landen. Doch plötzlich kam ein wahnsinniger Windstoß und auf einmal war er im Winkel!
TM: Und Dein schlimmster Fußballmoment?
HN: Als einer unserer Trainer in der A-Jugend nach dem Training zu uns unter die Dusche kam. Der hatte einen dermaßen brutal langen… ich sage es anders... ein Pferd  ist nix dagegen! Wir waren danach monatelang traumatisiert und haben bis zum Saisonende nur noch verloren!
TM: Wenn ich gerade Deine Dogge Mathilda im Körbchen liegen sehe, muss ich es fragen. Die Hundetötungen in der Ukraine im Vorfeld der EM haben viele Menschen zum Boykott bewegt. Was sagst Du dazu?
HN: Generell kommen immer vor so einem Turnier Sachen ans Licht, um die sich sonst nur sehr viel weniger Leute kümmern. Das Töten der vielen Hunde ist grausam, aber noch viel schlimmer ist vor allem der Umgang mit der inhaftierten und schwer erkrankten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko und vielen anderen politischen Häftlingen! Ein Boykott würde aber mit großer Wahrscheinlichkeit nichts ändern, sondern eher eine Trotzreaktion erzeugen. Und wir würden es irgendwann wieder vergessen. Es mag naiv klingen, aber ich glaube, es ist gut wenn dort viele andere Nationen in Form von Fans etc. auftauchen, das wird in der Bevölkerung vermutlich mehr bewirken, als ein Boykott.
TM: Welche Chancen hat die deutsche Mannschaft bei der EM?
HN: Sie können das Turnier gewinnen, aber der Knacks der Bayernspieler ist schon auch eine schwierige Hypothek. Da hat Jogi Löw keine beneidenswerte Aufgabe vor sich.
TM: Du sagtest, es gäbe ein neues Buchprojekt? Kannst Du was verraten?
HN: Nur so viel... Bei einer archäologischen Ausgrabung im Odenwald wurden Textrollen mit brisantem Inhalt gefunden! Und um die geht es!
TM: Und meine übliche Abschlussfrage: Welches ist Dein liebster Ort in Frankfurt?
HN: Hanau!

TOP 5: Die besten Fußballspieler aller Zeiten
1 & 2 Grabowski und Hölzenbein, weil sie unglaublich gute Techniker, schnell, unberechenbar und auch noch  torgefährlich waren.
3  Pelé… Klar! Es gibt ein Video mit ausschließlich Szenen von ihm, da fällt Dir nix mehr ein. 
4  George Best, weil er Weltklasse gespielt und trotzdem gelebt hat, wie ein Rockmusiker. 
5  Lothar Schämer! Der war Vorstopper bei der Eintracht und hat mal vor einem Heimspiel gegen Hertha BSC beim Aufwärmen aus 40 Metern aufs Tor geschossen und dabei versehentlich Bernd Hölzenbein getroffen, der daraufhin mit einer Gehirnerschütterung umgefallen ist, wie ein gefällter Baum. Hat mich bis heute beeindruckt!

Quelle: TOP Magazin Frankfurt Ausgabe Sommer 2012
Ganz herzlichen Dank an Frau Eleonore Schmidt und das gesamte Team des TOP Frankfurt Magazins für die Genehmigung der Veröffentlichung auf dieser Fanpage!



Comedian und Musiker Henni Nachtsheim über die Eintracht, die Lions und den Bieberer Berg.
Von Christian Düncher, Offenbach Post

Man kennt ihn vor allem als Künstler. Aber Henni Nachtsheim, Teil des Comedy-Duos Badesalz und einst Mitglied der hessischen Kultband Rodgau Monotones, hat noch eine andere große Vorliebe: den Sport.

Henni Nachtsheim, die WM ist vorbei. Die Bundesliga hat noch nicht begonnen. Was machen Sie während dieser Zeit?
Ich arbeite gerade am zweiten Buch mit meinen Kolumnen über Eintracht Frankfurt. Das erste ist zwei Jahre alt, Teil zwei erscheint im Frühjahr beim Societäts-Verlag.

Was erwartet die Leser?
Ich beurteile nicht ernsthaft das Geschehen, sondern versuche, alles mit abstrusen Geschichten zu verknüpfen. Sotirios Kyrgiakos hat zum Beispiel mal zwei Kopfballtore gegen Bayer Lever- kusen gemacht. Beide schneller als ich je habe schießen können. Da habe ich eine Kolumne darüber geschrieben, dass ich in meinem Fußballerleben in hunderten Spielen nie ein Kopfballtor gemacht habe. Das ist dann ausgeartet, dass ich am letzten Spieltag gesagt
habe, wenn ich bei dem Schobbespiel ein Kopfballtor mache, gebe ich 300 Liter Äppler aus, woraufhin sich alle auf den Boden geschmissen haben, wenn Flanken kamen.

Auch in Ihren Liedern und Sketchen geht es oft um Sport. Sind Sie sportverrückt?
Verrückt nicht, aber sportaffin. Es bleibt schon immer ein wacher Anteil im meinem Gehirn. Ich reagiere auch nicht extrem emotional auf Sport. Ich kann mich zwar total begeistern, wie beim WM- Spiel zwischen Deutschland und Argentinien, wo ich von der Couch hochgehüpft bin. Aber mein Gesamtwohl hängt nicht davon ab. Ich habe auch nicht geweint, als die Eintrach abgestiegen ist.

Welchen Stellenwert hat Sport in Ihrem Leben?
Ich mag Sport. Fußball ist das Entlüftungskino für meinen Kopf, weil ich da meine Gedanken auf ein Ereignis oder das Drumherum konzentriere und das einem intellektuell nicht großartig was
abverlangt. Ich war auch gerne beim Eishockey. Den Verlust der Lions nehme ich insofern fast persönlich, aber es gibt immer eine Grenze.

In Ihrem Lions- Lied heißt es „Frankfurter Löwen ken- nen keinen Schmerz“. Ist das noch zutreffend?
Ungeachtet der Tatsache, dass die Lions vor ein paar Jahren Meister waren, hat sich da auch eine Familie gebildet. Für viele war das ein fester Platz im Leben. Die Mitarbeiter verlieren ihre Jobs, und den Fans wurde ein Stück Zuhause geklaut. Das ist natürlich schmerzhaft.

Was bedeutet das Aus?
Das ist ganz klar ein Verlust. Wir hatten einen Bundesligisten, bei dem uns über JahreEishockey auf hohen Niveau geboten wurde. Das alles ist auf einen Schlag weg. Für Eishockey-Fans ist das nicht weniger schlimm, als wenn auf einmal die Eintracht dicht machen würde. Oder die Kickers in Offenbach: Man stelle sich mal vor, die gäbe es nicht mehr.

Sie haben neben dem Lions-Lied auch einen Song über die Eintracht geschrieben. Wann
kommen die Kickers dran?
Das wäre das größte Eigentor, das ich schießen könnte. Ich kenne viele Kickers-Fans. Die würden fragen, ob ich noch ganz dicht bin. Und die Dummies unter den Eintracht-Fans, die es nicht blicken, würden mich hassen.

Wie beurteilen Sie das Verhältnis zwischen der Eintracht und den Kickers?
Als die Single mit dem Eintracht-Song herauskam und darauf stand, dass das Lied in Offenbach aufgenommen wurde, gab es ja Leute, die zum Boykott aufgerufen haben. Da hört es für mich
komplett auf. Für mich sind die Frotzeleien Richtung Offenbach ein Spiel. Ein Teil der Rodgau Monotones hat in Offenbach gewohnt. Ich hatte mit meiner Band im Wiener Hof in Bieber traumhafte Auftritte. Insofern werde ich einen Teufel tun, mich an diesen Albernheiten zu beteiligen - sofern sie zu ernst sind. Wenn man ein bisschen Gespür hat, merkt man, wann etwas ernst und militant ist und wann es sich nur um eine Frotzelei handelt.

Ist das Verhältnis zwischen beiden Klubs zuletzt entspannter geworden?
Wenn sich das allgemein entspannt und bei den Derbys alles friedlich abgeht, ist das begrüßenswert. Vor allem, wenn man mal das Konfliktpotenzial sieht, das es ernsthaft auf der Welt gibt, wo Menschen sterben. Wer sich das vor Augen führt, kann einen Konflikt zwischen
zwei Städten, die friedlich nebeneinander existieren, nicht wirklich ernsthaft leben.
 
Ist es ein Widerspruch, wenn man über das ernste Thema Sport Witze macht?
Überhaupt nicht. Als zum Beispiel bei der Eintracht Stimmung gegen den damaligen Trainer Friedhelm Funkel gemacht wurde, hat es mir gut getan, satirisch darüber zu schreiben. Ich konnte so aber äußern, dass ich die Reaktionen übertrieben fand und dass man Gefahr
läuft, sich lächerlich zu machen, wenn man als erwachsener Mann mit hochrotem Kopf hundert
Mal „Funkel raus“ schreit.

Sind Sportstätten für Sie ein Quell der Inspiration?
Das passiert eher nebenbei. Ich bin kein Spion, der sich da einschleicht, um schräge Sprüche-aufzuschnappen. Da Gerd Knebel (Nachtsheims Partner bei „Badesalz“) und ich ja immer das Diktiergerät in der Birne anhaben, passiert es aber natürlich mal, dass einer etwas erzählt, was
man verwenden kann.

Sie sind in Bieber aufgetreten, haben dort einige Alben aufgenommen. Gehen Sie auch auf den Bieberer Berg?
Ich will nicht in den Verdacht geraten, hier herumzuschleimen, aber der Bieberer Berg ist so ziemlich das englischste Stadion, was wir hier in Deutschland haben. Ich war bei den Derbys und habe mir auch vorgenommen, öfter hinzugehen - sofern die Kickers da weitermachen, wo
sie jetzt mit dem guten Saisonstart angefangen haben.

Haben Sie als Eintracht-Fan keine Bedenken, nicht freundlich empfangen zu werden?
Nein. Ich hatte sogar eines meiner drolligsten Erlebnisse auf dem Bieberer Berg bei einem Pokalspiel. Ich hatte noch eine Karte bekommen, saß aber unter Offenbach-Fans. Und auf einmal wurde ich von zwei riesigen Armen umschlungen und bekam einen Kuss auf die Backe. Als ich mich völlig verblüfft umdrehte, guckte ich in das rundliche Gesicht einer auf die 70 zugehenden Dame, die sagte: „Ich weiß, dass Du Frankfurt-Fan bist. Aber Ihr habt uns mit Badesalz so viel Spaß gemacht, dass wir Dir alle verzeihen, dass Du auf der falschen Seite bist.“

Sie gehen auch oft auf „Dorfsportplätze“. Warum?
Ich gucke mir gerne mal ein Hessenligaspiel an. Für mich ist auch der Sportteil montags Pflicht. Ich schaue dann, was die Vereine machen, bei denen ich mal Fußball gespielt habe - also Spvgg. 03 Neu-Isenburg und SKG Sprendlingen. Das ist ja etwas Spezielles auf diesen Sportplätzen, wo die Bratwurst noch 1,80 Euro kostet und die Opas in Breitkordhosen sitzen. Dazu noch das ganze hessische Gebabbel - da fühle ich mich zu Hause.


Erstellt von Gerd Steines, u. a. Co-Autor von Hennis Kolumnenbuch, am 30. 7.2005
Herzlichen Dank an Gerd für die freundliche Genehmigung, den Lesebogen hier veröffentlichen zu dürfen!

Liebster erster Satz: Sinngemäß: Erst hatte ich heute morgen an der Börse 10 Millionen verloren, und jetzt war auch noch die Kaffeemaschine kaputt (Titel weiß ich nicht mehr).
Mein 1. Buch: »Das Kapital« von Marx . . . nein, es war dünner und hatte mehr Bilder, aber mehr weiß ich nicht mehr.
Zur Zeit lese ich: »Wenn Du am Spieltag beerdigt wirst, kann ich leider nicht kommen« von Christoph Biermann.
Als nächstes Buch lese ich: Das neue von Nick Hornby.
Wann lesen Sie? Vor allem im Urlaub.
Was lesen Sie? Bevorzugt englische Autoren, Biographien und Bücher, die sich mit Sportthemen befassen, ohne dabei zu tumb zu werden
Lieblingsbuch: Zwei der Favoriten: »About a boy« von Nick Hornby und »Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman« von Wilhelm Genazino.
Lieblingsautor: Matthias Beltz, Wilhelm Genazino und Nick Hornby.
Ärgerlichstes Buch: Die 70seitige Aufbauanleitung für einen Küchenschrank, der keine fünf Minuten nach seiner Fertigstellung komplett zusammengebrochen ist.
Liebster Roman-Held: Woody Allen in Woody-Allen-Büchern.
Liebste Roman-Heldin: Klarabella.
Liebste Comic-Figur: Donald Duck.
Dieses Buch hat mich bewegt: »Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone« von Marc Haddon.
. . . zum Lachen gebracht: »Der Renner« von Tom Sharpe und der Neue Rechtschreib-Duden.
. . . klüger gemacht: Der Kicker-Almanach von 1986.
Überschätzter Autor: Michael Chrichton.
Schlechte Romane sind . . . manchmal sogenannte Club-Bestseller, die ich immer zugeschickt bekomme, weil ich nicht rechtzeitig was bestellt habe.
Bestseller-Listen sind . . . wie die Musikcharts. Sie spiegeln längst nicht alle Qualität wider, die es in den jeweiligen Bereichen noch gibt.
Wie viele Bücher haben Sie gelesen? Definitiv zu wenig!
. . . lesen Sie im Monat im Schnitt? Wenn es zeitlich klappt: ein bis zwei.
. . . stehen in Ihrem Bücherschrank? Ein paar Hundert, aber längst nicht alle wurden gelesen.
Wenn mein Bücherschrank überfüllt ist . . . ebay.
Eselsohren sind . . . bei Büchern nicht so schlimm, bei Eseln nützlich.
Menschen, die keine Bücher lesen, sind . . . entweder Analphabeten oder DVD-Spezialisten.
Liebster Schluss-Satz: ». . . aber wer wusste das schon?«
*



Henni Nachtsheim kennen wir als eine Hälfte des Comedy-Duos »Badesalz«. Doch hauptberuflich ist er Fan von Eintracht Frankfurt. Vor dem Bayern-Spiel sprachen wir mit ihm über seine alte Liebe, Yeboah und Hoffenheim.

Herr Nachtsheim, es gibt von »Badesalz« ein Stück in dem es um einen gewissen Anthony Sabini geht, angelehnt an Anthony Yeboah. Wer ist heute bei der Eintracht Ihr Anthony Sabini?
Es gibt keinen. Die Geschichte von Anthony Yeboah ist sowieso eine ganz spezielle. Als er mit Saarbrücken hier gespielt hat, wurde er ausgepfiffen und rassistisch beleidigt, und als er zu uns wechselte, kippte das in sofortiges Lob. Da ist der Hesse halt sehr flexibel.
So eine Geschichte haben wir hier seitdem nicht mehr erlebt. Einen zweiten Anthony Yeboah gibt es bei uns nicht. Er war schon eine extreme Granate.
 
Fehlt der Mannschaft so ein Spieler?
Ja. Die Mannschaft ist aber auch ganz anders gestrickt. Wenn sie sich jetzt steigert, werden Spieler, die momentan unterschätzt werden, bestimmt in Fahrt kommen. Martin Fenin zum Beispiel ist eigentlich ein guter Sürmer, Liberopoulos ist auch super. Aber ob sie die Qualität von Yeboah haben, wage ich trotzdem, bei aller Liebe, zu bezweifeln.
 
Wie muss denn die Eintracht heute gegen Bayern spielen, um zu gewinnen?
Fatalistisch! Immer mit dem Gefühl, dass sie das durchaus verlieren darf, aber dass sie gut genug drauf ist, um es mal zu probieren. Mehr ist wohl nicht drin. Zumal ja jetzt Inamoto auch noch ausfällt. So eine Verletztenliste wie jetzt hatten wir in Frankfurt auch noch nie. Mit Chris, Amanatidis und Köhler fehlen ja schon drei Leistungsträger. Wir haben also echt Pech gerade. Von daher: Augen zu und durch. Und wenn die Eintracht verliert, wird sich keiner aufregen. Wichtig ist, dass sich die Mannschaft, falls sie gegen Bayern verliert, an die Moral und diesen Willen aus den letzen zwei Spielen erinnert.
 
Wie tippen Sie das Spiel heute Abend?
Wir spielen 1:1.
 
Und wer soll das Tor schießen?
Oka Nikolov per Elfmeter.
 
Was haben Sie vor der Saison gesagt, sollte das Ziel für die Eintracht sein?
Ich habe gedacht, dass wir es schaffen, so ein bisschen in die Belle Etage der Liga einzudringen und da mal den einen oder anderen Verein aufmischen. Platz sieben hatte ich getippt. Wir haben ja echt eine geile Vorbereitung gespielt, auch wenn ich weiß, dass man so ein Spiel gegen Real Madrid nicht überbewerten sollte.  Ich habe mal geschrieben, dass das Geilste für uns Fans der Moment vor dem Spiel ist. Da kann man träumerisch noch alles formulieren. Da kann man bei Arminia Bielefeld vor der Saison sagen: »Mit ein bisschen Glück werden wir Deutscher Meister.« Das geht. Da gibt es niemanden, der das Gegenteil beweisen kann. Okay, wenn dann die Saison vorbei ist, werden wir sicherlich erleben, dass es nicht so gekommen ist. Genauso wie die Eintracht nicht auf Platz sieben kommt. Aber auch heute kann ich sagen, dass wir gegen Bayern 7:0 gewinnen. Das fühlt sich gut an.
 
Und jetzt, nachdem die Eintracht so schlecht gestartet ist: Was schätzen sie jetzt?
Ich glaube, wir werden langfristig nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Aber dadurch, dass jetzt bis zur Winterpause wirklich gute Spieler ausfallen, muss man mal sehen. Diese Kraftakte wie gegen Köln und gegen Cottbus kann man ja nicht immer wiederholen. Es kommen ja auch noch bessere Gegner. Wir müssen jetzt sehen, dass wir uns bis zur Winterpause so durchwurschteln. Wenn dann alle an Bord sind, kommen wir vielleicht auf einen gesunden zehnten Platz. Mehr sollten wir uns nicht erhoffen.
 
War die letzte Saison, in der die Eintracht ja stabil im Mittelfeld der Liga stand, aber oben nicht so richtig mitmischen konnte, ab und zu langweilig für sie?
Ich bin ja schon furchtbar lange Eintracht-Fan und gehöre deshalb nicht zu den Ungeduldigen hier. Wirklich doof war letzte Saison diese komische Negativserie zum Schluss. Zum Beispiel als wir kurz vor Ende noch das Spiel gegen Schalke aus der Hand gaben. Diese Niederlagen zum Schluss waren wirklich unnötig. Hätten wir die nicht gehabt, wäre vielleicht der UI-Cup drin gewesen. Das war schon schade. Aber langweilig wird es mir eigentlich nie mit der Eintracht.
 
Wo waren Sie am 18. Juni 2002?
War das Rostock? Ach nein. Das war ja viel früher.
 
Ich meine den Tag, als die Eintracht keine Lizenz für die zweite Liga bekommen hat.
Da war ich dementsprechend bei meinem Psychotherapeuten. Nein, im Ernst. Ich kann mich nicht an den Tag erinnern. Es war ja auch nicht so ein Schlüsseltag. Das hatte sich ja so angedeutet. Über Wochen hatten wir Angst, weil es immer wieder Gerüchte gab. Wir waren sehr niedergeschlagen, daran erinnere ich mich. Wenn wir die Lizenz tatsächlich nicht bekommen hätten, wäre das sehr, sehr schlimm gewesen. Neulich habe ich mich mit jemandem von der Eintracht unterhalten. Der sagte, dass wir auch nicht in die Regionalliga gekommen wären, sondern bestenfalls wäre es die Oberliga geworden. Der Verein wäre also richtig weg gewesen. Das hätte wesentlich länger gedauert, da wieder raus zu kommen. Gott sei dank ist es dann glimpflich ausgegangen, und Willi Reimann hat uns wieder durch den Tunnel ans Licht geführt. Er hat dem Verein seinen Glauben zurück gegeben. Das muss man schon so sagen, auch wenn er ein schwieriger Typ war.
 
Wo ist ihr Platz im Stadion?
Früher saß ich mit meinen Kumpels im Stadion. Jetzt schreibe ich aber seit drei Jahren meine Kolumnen. Als Honorar bekomme ich eine Pressekarte und einen Durchfahrtsschein. Das hat den Vorteil, dass ich direkt unter das Stadion fahren kann und nicht mehr bei Wind und Wetter durch den Wald laufen muss. Ich sitze auf der Pressetribüne zwischen den Journalisten. Mit meiner Clique kann ich halt nicht mehr hingehen, weil ich nur diese eine Karte habe. Aber unter den Journalisten habe ich viele Bekannte und Freunde. Ich habe ja mal fast bei der Frankfurter »Neuen Presse« ein Volontariat gemacht.
 
Ist es nicht für Sie als Fan zu emotionslos auf der Pressetribüne?
Das passt schon. Auch dort sind Emotionen. Es ist nicht so, dass man dort die ganze Zeit seinen Stil behalten muss. Ich selbst bin ja auch nicht als Journalist da. Ich habe ja einfach nur diese Pressekarte. Bei schlechten Spielen ist auch auf der Pressetribüne schnell der Unmut zu spüren. Ich erinnere mich auch an ein Spiel gegen Köln, als die Eintracht vier oder fünf Tore geschossen hat. Zum Schluss standen alle auf den Sitzen und flippten völlig aus.
 
Welcher Spieler ist Ihr Eintracht-Idol?
Es gibt eine Hand voll. Ich bin Eintracht-Fan geworden, weil ich Grabowski und Hölzenbein gesehen habe. Die beiden sind unvergessen. Mit hoher Technik, spektakulärem Spiel und grandiosen Toren. Meine beiden größten Helden. Es gab aber so raue Typen wie Lothar Schämer, Typ Abwehr-Metzger, über die man heute kaum noch spricht. Die haben hinten konsequent alles weggetreten. Die habe ich auch sehr geliebt. Später waren es dann Yeboah, Okocha und Bein. Das war auch noch mal eine ganz geile Zeit.
 
Gibt es ein Spiel, in dem Sie gemerkt haben, dass die Eintracht ein Teil von Ihnen ist?
Ja, so ein Spiel gab es. Meine Freundin, in die ich wirklich verliebt war, hatte mit mir Schluss gemacht. Mir ging es echt beschissen, und eigentlich wollte ich mich vor den nächsten Zug schmeißen. Meine Mutter war es dann, die etwas Großartiges getan hat. Ich war gerade bei ihr, und sie hatte mitbekommen, wie traurig war. Sie meinte: »Och, komm ich kann jetzt nicht so viel für dich machen. Weißt du was? Hier hast du 30 Mark. Geh zur Eintracht, die spielen doch heute. Kauf dir mal eine richtig gute Karte für die Haupttribüne, und iss noch was Gutes.« Normalerweise war ich immer im Stehblock. Ich fand das supersüß von meiner Mutter und bin dann ins Stadion. Wir gewann 9:2 gegen Werder Bremen. Ich glaube, Norbert Nachtweih hat alleine vier Tore geschossen. Bis heute bin ich felsenfest davon überzeugt, dass die Eintracht mich an diesem Tag trösten wollte.
 
Haben Sie eigentlich Freunde, die Kickers Offenbach-Fans sind?
Ja. Ich nehme zum Beispiel gerade mein Soloalbum in Offenbach-Bieber aus. Da ist ein Studio, in dem ich gute Freunde habe. Dort habe ich übrigens auch einen Eintracht-Sampler aufgenommen. Das hat tatsächlich dazu geführt, dass ein paar besonders kluge Köpfe in Eintracht-Foren schrieben, man sollte die Single hinterfragen, weil sie in Offenbach produziert wurde. Wenn man solche Gedanken im Kopf hat, sollte man schnell zu einem guten Arzt gehen, damit es nicht schlimmer wird. Meine Kumpels, die Eintracht-Fans sind, finden es alle nicht gut, dass Offenbach so weit unten spielt. Wir würden es viel besser finden, wenn sie auch in der 1. Liga spielen würden und wir hier zwei Mal im Jahr ein geiles Derby hätten.
 
Und wie betrachten Sie Hoffenheim?
Die finde ich genial. Großartig, wie die den Laden aufmischen. Man merkt richtig, wie Rummenigge und Co. schlucken und langsam kapieren, dass da jemand ganz ernsthaft kommt, der ihnen dicke Stücke vom Kuchen wegnimmt. Dietmar Hopp ist ja kein Roman Abramowitsch. Ich kenne Leute aus dieser Gegend, und die erzählen mir in wie viele vernünftige Projekte der seine Kohle steckt. Man kann nicht immer nur sagen: »Geld schießt Tore« und sich über einen einzelnen Typen aufregen. Bei Bayern und Schalke ist es doch nicht besser. Schalke ist mit Gazprom doch auch stinkreich. Von daher: Herzlich willkommen, Hoffenheim! Mit Geld allein funktioniert das nicht. Da gehört schon mehr dazu. Ibisevic, Ba oder Obasi kannte ich bis zu dieser Saison noch gar nicht, und die spielen einen super Offensiv-Fußball.
 
Wünschen sie der Eintracht einen Dietmar Hopp?
Wenn morgen einer kommt, der einen vernünftigen Eindruck macht, Kohle hat, die Tradition und die Seele des Vereins schätzt und kapiert, dass es eine sensible Fangemeinde gibt, dann hätte ich nichts dagegen. Wenn man da hinkommen will, wo ManU, Barcelona oder Chelsea ist, dann geht es nicht anders. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn die Eintracht um einen einstelligen Tabellenplatz spielt und mit jungen Spielern überrascht.

Herzlichen Dank an Erik Rossel von 11Freunde.de, der das Interview mit Henni führte und uns die Genehmigung erteilt hat, es hier einzustellen.



Geschrieben von Bea   
Freitag, 29. Februar 2008
Henni Nachtsheim von Badesalz antwortet offen


Woher nehmt ihr immer eure tollen Ideen?
Es gibt dafür keine einfache Antwort, es passiert eigentlich ständig und überall, dass wir entweder etwas aufschnappen oder dass uns irgendwas in den Kopf kommt. Und das sammeln wir, sei es durch Aufschreiben, auf Diktiergeräte sprechen usw. 

Ist hessisch deine Muttersprache oder hast du dir die aneignen müssen?
Ich bin in Neu-Isenburg aufgewachsen und über uns wohnte die Witwe Kohl, die mich jeden Tag mit „Ei Gude, mei Bubscher!“ begrüßt hat. Das prägt!

Kannst du noch unerkannt durch Hessen gehen oder wirst du oft erkannt und um Autogramme gebeten?
Hessen ist ja groß, das geht schon!

Wie kommt ihr in nichthessischen Bereichen an, versteht man euch oder sind da schon Übersetzer nötig?
Ja, es sitzen überall Simultanübersetzer und das Publikum trägt Kopfhörer, meistens kommt noch jemand dazu, der diese Taubstummensprache beherrscht und unser Programm mit großen Gesten übersetzt!

Wann hat man denn in Frankfurt mal wieder die Gelegenheit ,euch live zu sehen. Die Veranstaltungen in Frankfurt sind ja schon lange ausverkauft?
Wir haben recht viele Auftritte in und vor allem um Frankfurt herum gespielt, die waren alle ausverkauft, was uns nach der langen zeit unglaublich freut! Deswegen werden wir noch ein paar Termine dazunehmen, z.B. wollen wir noch mal im Schauspielhaus spielen! 

Die Landtagswahlen stehen vor der Tür. Was würdest du dir für Hessen wünschen? Was sind deine Forderungen? Oder anders: Was würdest du tun, wenn du König von Hessen wärst?   
Ich würde als Erstes die seit dem Mittelalter in Vergessenheit geratene „Handkäs-folter“ wieder einführen! Da wird man in einen 2 Meter großen Handkäs gedrückt und dann für 1 Woche in einem entsprechend großen Gefäß voller Essig, Öl und Zwiebeln eingelegt. Den Geruch bekommst Du nie mehr los und deswegen weiß ein Leben lang jeder, dass Du mal was Schlimmes gemacht hast!  (Anmerk. der Redaktion, die Fragen wurden vor den Wahlen gestellt, das Interview konnte aber aus verschiedenen Gründen erst jetzt publiziert werden- sorry)

Was hältst du vom Nichtraucherschutz  ( bist du Raucher oder Nichtraucher?)?
Gerd hat neulich etwas sehr Kluges zu diesem Thema gehört, als er in einer Kneipe am  Tresen vorbei gegangen ist. Da stand ein Rentner, und hat folgenden inovativen Vorschlag gemacht: "Ich sag Euch, wie mer  des ganz einfach regelt...die Raucher solle rauche, und die Nichtraucher sollen es lasse! Ferdisch!“ Ich finde, dem ist nix mehr hinzuzufügen!

Wann kommt der neue Film raus und was können wir erwarten?
Es ist eine Trashfilmversion unseres Märchens „Das Baby mit dem Goldzahn“. Der wird wohl Mitte März endlich, nach über 2 Jahren, fertig! Wie er erscheint, ob im Kino (eher nicht) oder auf DVD (Das wohl am Ehesten) geben wir bekannt, sobald wir es wissen!

Du hast viele Projekte u. a. mit deiner Band und deinen Soloprojekten, Gerd ebenso mit den Groben Junggesellen, wie schafft ihr das alles zu koordinieren?
Ich habe einen Taschenkalender und Gerd hat auch einen.
 
Was wünschst du dir für deine Zukunft, privat wie auch beruflich?
2 Taschenkalender...falls der eine mal verloren geht....

Wir bedanken uns bei Henni Nachtsheim für das Interview und das tolle, informative Telefonat vorher. Selten war jemand so offen und freundlich. Und natürlich wünschen wir Henni ebenso wie Gerd und den zahlreichen Projekten der beiden viel Erfolg.

Das Team von www.frankfurter-leben.de
 

Und wir von Henni-Fans.de bedanken uns ganz herzlich bei Bea für die Erlaubnis, dieses wunderbare Interview hier veröffentlichen zu dürfen und möchten Euch bei dieser Gelegenheit die Seite www.Frankfurter-Leben.de sehr empfehlen. Sie enthält tolle Infos über Frankfurt und alles, was es dort Interessantes und Neues gibt!



Hallo Henni,

in diversen Interviews hast Du ja schon unendlich viele Fragen beantwortet. So wissen Deine Fans, dass Du in Etwa, südlich von Circa wohnst. Du wolltest eigentlich Veranstalter von Schildkrötenrennen werden und Dein Leibgericht ist eine Pizza Margherita mit Tabasco, was laut einem Bericht in einer großen deutschen Boulevard-Zeitung darauf schließen lässt, dass Du eine liebenswerte  Frohnatur bist. Über Dein Sternzeichen hingegen herrscht nach wie vor Verwirrung, ist es nun "halbes Hähnchen" oder doch "Mischwald" oder gibt es da vielleicht ganz neue Theorien?

Ich bin im Zeichen des Saxophonkreppels geboren!

Na, das ist ja schon mal was ganz Neues. Wir hätten da allerdings noch ein paar andere Fragen, die Deinen Fans sicherlich viele neue Erkenntnisse über Dich geben werden:

Welche Stadt, die Du kennst, ist Deine Lieblingsstadt, und vielleicht sagst Du uns auch, warum?
Das darf ich nicht, weil sonst alle anderen Städte beleidigt sind!

Welche Stadt oder welches Land würdest Du gerne kennen lernen?
Lummerland, mit diesem Zellophanmeer drumrum!

Wo würdest Du gerne leben?
Wenn ich Ire wäre, in Irland. Da ich aber Hesse bin: in Hessen! Gut, gell?

Wenn Du eine Zeitmaschine hättest, in welche Zeit würdest Du Dich gerne versetzen lassen?
Ende März 2007, um zu gucken, ob die Lions die Playoffs erreicht haben, dann könnte ich das zeitlich bei meiner Planung noch mit einbeziehen!

Jemand gibt Dir 5.000 Euro, die Du sofort auf den Kopp hauen musst. Was tust Du damit?
Ich eröffne eine Handkäsplantage in Kolumbien, um den dortigen Dealern Konkurrenz zu machen!

Du kannst einen Tag ohne jegliche Verpflichtung vertrödeln, was tust Du?
Ich beantworte z.B. keine Fragen mehr..!

Welches war das erste Konzert, dass Du jemals besucht hast?
Jethro Tull in der Jahrhunderthalle! Ich war 13, und trug, um cool zu sein, eine bunte Pelzjacke (Imitat, versteht sich!) meiner Nachbarin, und ging immer so wippend!
Dann haben sie die Scheiben der Halle eingeschlagen, weil es ausverkauft war, da ging ich dann nicht mehr wippend, sondern geduckt, weil ich totalen Schiss hatte!

Welche Eigenschaft schätzt Du an Deinen Mitmenschen am meisten?
Wenn ich spüre, dass sie einen nicht linken wollen!

Und welche kannst Du überhaupt nicht ausstehen?
Na rate mal!

Welche Fehler entschuldigst Du an ehesten?
Die, die man aus Unsicherheit macht, und die nicht böse gemeint sind!

Welche Fähigkeit würdest Du gerne besitzen?
Ich würde gerne noch ab und zu Fußball spielen, ohne dass ich mir die Waden zerre, das würde mir schon reichen!

Welche Fernsehsendung verpasst Du nie?
Gibt es nicht!

Bist Du ein Zapper?
Ja, und Zappafan auch noch!

Wenn Du einen kompletten Film im Fernsehen siehst, schaltest Du in der Werbepause um?
Muss ich nicht, weil ich die meisten auf Premiere oder DVD gucke!

Hast Du eine Lieblingsbeschäftigung?
Kreatives Schreiben

Was magst Du überhaupt nicht?
Hosen kaufen!

Hast Du ein bestimmtes Lebensmotto?
Aaner geht noch (was ich allerdings nicht aufs Saufen beziehe, sondern darauf, dass immer noch was geht, auch wenn man mal denkt, dass alles Scheiße ist..!)

Herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen beantworten.  Und bis bald mal wieder!